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Feb
2006

Für die Veranstaltung während der FSP Zeit

Nun, ich habe heute zu hören bekommen, dass ich ja noch für die Zeit während des FSPs und für den letzten Mittwoch (als Herr Schmid krank war) einen Beitrag schreiben muss. Mit fällt es oft schwer ein interessantes und ansprechendes Thema zu finden und nun habe ich mir gedacht mache ich mir mal einige (pädagogische) Gedanken zu dem berühmten Kinderbuch "Der Struwwelpeter".

Hier nun erstmal für alle, die ihn nicht kennen eine genauer Beschreibung.


peter

Sieh einmal, hier steht er,
Pfui! der Struwwelpeter
An den Händen beiden
Ließ er sich nicht schneiden
Seine Nägel fast ein Jahr;
Kämmen ließ er sich nicht sein Haar.
Pfui! ruft da ein Jeder:
Garst'ger Struwwelpeter!



Pädagigisch wertvoll oder nicht?

Ich denke das gerade die Struwwelpeter Geschicht, so wie sie nun hier mit dem netten Gedicht erzählt wird für Kinder in abschreckendens Beispiel ist. Doch weil dies warscheinlich noch nicht anschreckend genug ist, werden doch in der gesamten Geschicht dem Struwwelpeter doch zum Schluss die Finger abgeschnitten, oder habe ich da etwas falsch im Gedächnis behalten?
Ich weiß nicht ganau, zumindest finde ich, dass Kinder ruhig lernen sollten, dass es etwas ganz wichtiges ist, sich regelmäßig zu waschen und sich die Fingernägel und Haare schneiden zu lassen. Und dann heißts immer schön:"Du willst doch nicht irgendwann so hässlich sein wie der Struwwelpeter,oder?"


Die nächste Geschicht, die man dann nun in dem berühmten Werk noch findet, ist die von dem Mädchen mit den Streichhölzern:
Der Struwwelpeter
von Heinrich Hoffmann

Die gar traurige Geschichte
mit dem Feuerzeug
Paulinchen war allein zu Haus,
Die Eltern waren beide aus.
Als sie nun durch das Zimmer sprang
Mit leichtem Mut und Sing und Sang,
Da sah sie plötzlich vor sich stehn
Ein Feuerzeug, nett anzusehn.
"Ei," sprach sie, "ei, wie schön und fein !
Das muß ein trefflich Spielzeug sein.
Ich zünde mir ein Hölzlein an,
wie's oft die Mutter hat getan."
Und Minz und Maunz, die Katzen,
Erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
"Der Vater hat's verboten!"
Miau! Mio! Miau! Mio!
Laß stehn! Sonst brennst Du lichterloh!"




Paulinchen hört die Katzen nicht!
Das Hölzchen brennt gar lustig hell und licht,
Das flackert lustig, knistert laut,
Grad wie ihr's auf dem Bilde schaut.
Paulinchen aber freut sich sehr
Und sprang im Zimmer hin und her.


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Doch Minz und Maunz, die Katzen,
Erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
"Die Mutter hat's verboten !
Miau! Mio! Miau! Mio!
Wirf's weg! Sonst brennst Du lichterloh


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Doch weh ! Die Flamme faßt das Kleid,
Die Schürze brennt; es leuchtet weit.
Es brennt die Hand, es brennt das Haar,
Es brennt das ganze Kind sogar.

Und Minz und Maunz, die schreien
Gar jämmerlich zu zweien :
"Herbei ! Herbei ! Wer hilft geschwind ?
Im Feuer steht das ganze Kind !
Miau! Mio! Miau! Mio!
Zu Hilf'! Das Kind brennt lichterloh !"

Verbrannt ist alles ganz und gar,
Das arme Kind mit Haut und Haar;
Ein Häuflein Asche bleibt allein
Und beide Schuh', so hübsch und fein.


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Und Minz und Maunz, die kleinen,
die sitzen da und weinen :
"Miau ! Mio ! Miau ! Mio !
Wo sind die armen Eltern ? Wo ?"
Und ihre Tränen fließen
Wie's Bächlein auf den Wiesen.



Diese Geschichte ist meiner Meinung nach für Kinder nicht zumutbar. Man kann seinem Kind auch auf andere Weise deutlich machen, dass man nicht mit Feuer spielen darf und ihm erklären, wie gefährlich der Umgang mti Feuer ist.
Die Bilder und die Tatsache, dass dieses Mädchen verbrennt löst bei den meisten Kindern wohl auch eher Angst und Schrecken aus.
Anna-Nina - 26. Mrz, 11:17

Kleiner Tipp!

Es gibt zu dem Struwwelpeter-Buch (dem Traditionellen für Kinder) eine Ausgabe für die Eltern. "Der Fall Struwwelpeter" von Jörg-Michael Günther. Für die, die sich dafür interessieren:Hier werden alle diese Geschichten noch einmal aufgegriffen und juristisch betrachtet. Wer hat in welchem Falle das Unglück zu verantworten und vor allem nach welchen Gesetzen. Häufig geht es dabei um die Aufsichts-oder Erziehungspflicht. Dies ist meiner Meinung nach für Eltern und Pädagogen eine wichtige Information; denn wer kennt sich sonst mit den Gesetzen rund um die Erziehung aus.

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