Prüfungsangst
Wer hat Angst?
Jeder Mensch hat Angst. Ohne Angst wäre man täglich ein Stuntman. Kinder haben noch keine Angst, sofern sie noch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Sie laufen einfach auf die vielbefahrene Straße, greifen auf heiße Herdplatten und versuchen bissige Hunde zu streicheln.
Drei von vier Erwachsenen sind Angstzustände geläufig. Jeder Fünfte hat schon mal in seinem Leben länger unter Angst gelitten. Bei 3 % der Bevölkerung treten Begleiterkrankungen aufgrund von Angstzuständen auf.
Welche Angststörungen gibt es?
Man unterscheidet Phobien und Angstneurosen.
Unter den verschiedenen Phobien (61 an der Zahl!) sind am bekanntesten die Angst vor Tieren, Höhenangst, Flugangst und Platzangst.
Unter den Angstneurosen versteht man Panikattacken und Zwangsstörungen (z.B. Putzzwang).
Wie funktioniert der Mechanismus der Angst?
* Zunächst nimmt man sie wahr
* dann kommt der Gedanke (oh Mann... ich schaff es nicht...)
Anmerkung dazu: Wenn ich wirklich überzeugt bin es nicht zu schaffen, warum tue ich mir die Prüfung überhaupt an? Ich schaffe es ja sowieso nicht... STOP! STOP! Dieser Gedanke mündet in die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung. Also, Gedanken: STOP!
* dann kommt die Angst (sichtbares Verhalten) durch Hormonausschüttung
* dann die physiologische Veränderung wie Herzrasen, hochroter Kopf
* dann die körperlichen Symptome wie Zitterfuß
Man kann übrigens an jedem Punkt diesen Kreislauf unterbrechen!
Wie gehe ich mit meiner Prüfungsangst um?
Die Prüfungsangst ist ganz normal und muss sein. Eine bestimmte Anspannung gehört zu jeder Prüfung, sonst kann es passieren, dass man die Sache zu leicht angeht. Wichtig ist nicht von außen zu viel Druck entstehen zu lassen.
- nur den Personen bescheid sagen, die dies unbedingt wissen müssen. Je weniger desto besser. Bei einem möglichen Misserfolg wird der Erklärungsbedarf geringer.
- Nicht zu wichtig nehmen. Es ist nur ein Teil unseres Lebens und entscheidet nicht über das Sein der Person oder das Leben.
- Das »nicht durchfallen dürfen«: Diese Einstellung ist kontraproduktiv. Welcher Steinzeitjäger lies sich schon gerne aufessen? Ich gebe mein bestes und mehr kann ich sowieso nicht tun. Wenn der Säbelzahntiger schneller war, Pech gehabt.
- Glück - gehört auch dazu!!
Gestalten Sie sich eine positive Vorstellung von der Prüfungssituation
Ebenso wie mit unseren Einstellungen beeinflussen wir mit unseren Phantasien und Vorstellungsbildern unsere Gefühlsreaktionen. Wenn du sich deine Prüfungssituation in den düstersten Farben ausmalen, sich hilflos auf dem Kuli kauend vor dem leeren Papier sitzend oder stotternd vor dem Prüfer sehen, dann musst du Angst empfinden. Du kannst bewußt eine alternative Vorstellung dagegensetzen und dich darin üben, mit der Angst in der Prüfungssituation umzugehen: Stelle dir hierzu möglichst eine lebendig Prüfungssituation vor, den Raum, die Sitzordnung, die anwesenden Personen etc. Stelle dir dann vor, wie deine Angstgefühle auftauchen und du damit umgehen kannst.Sage dir: "Bleib ruhig. Du hast dich gut vorbereitet. Niemand will dir schaden. Deine Angst wird vorübergehen. Konzentriere dich auf die Fragen. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, ist das keine Katastrophe. Bleibe ruhig, atme tief. Du kannst die Situation bewältigen". Wichtig ist, daß du dir ausmalst, wie du deinen Körper wieder beruhigen und deine Fassung gewinnen können, auch wenn die Angst auftaucht. Wiederhole diese positiven Vorstellungen, wann immer die "Katastrophenphantasien" auftauchen.
Bringe deinen Körper in einen entspannten Zustand!
Angst macht sich in einer Umstellung des vegetativen Nervensystems und in einer Veränderung der Muskelanspannung bemerkbar. Ferner kommt es zu einer Beschleunigung des Atemrhythmus und zu einem flachen Atmen im oberen Brustbereich. Dies wiederum kann zu Symptomen wie Benommenheit, Schwindel, Herzklopfen, Konzentrationsstörungen führen. Auch hier kannst du wieder gezielte Strategien einsetzen. Sofern du bisher kein Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung erlernt hast, möchte ich dir hier eine einfache, aber effektive Methode vorschlagen: die Bauchatmung: Legen Sie Ihre Hand flach 2 cm unterhalb des Nabels auf die Bauchdecke. Atme tief ein und stelle dir vor, wie der Atem langsam bis hinunter zu Ihrer Hand fließt und schließlich Ihre Hand hochatmet. Dann stelle dir vor, wie der Atem langsam wieder über den Brustraum zurück über die Nase nach außen entweicht, und konzentriere dich darauf, wie die Hand wieder nach unten sinkt. Wiederhole diese Technik mehrere Minuten bzw. solange, bis du deutlich entspannter und ruhiger bist. Du kannst diese Übung vor dem Einschlafen am Abend, beim Warten vor dem Prüfungszimmer oder vielleicht sogar in den Pausen während der Prüfung einsetzen. Die Übung hat den Vorteil, daß sie schnell funktioniert, kein Training benötigt. Sie basiert auf dem Prinzip, daß die Sauerstoffzufuhr reduziert wird und Sie dadurch weniger Energie zur Anspannung erhalten.
Jeder Mensch hat Angst. Ohne Angst wäre man täglich ein Stuntman. Kinder haben noch keine Angst, sofern sie noch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Sie laufen einfach auf die vielbefahrene Straße, greifen auf heiße Herdplatten und versuchen bissige Hunde zu streicheln.
Drei von vier Erwachsenen sind Angstzustände geläufig. Jeder Fünfte hat schon mal in seinem Leben länger unter Angst gelitten. Bei 3 % der Bevölkerung treten Begleiterkrankungen aufgrund von Angstzuständen auf.
Welche Angststörungen gibt es?
Man unterscheidet Phobien und Angstneurosen.
Unter den verschiedenen Phobien (61 an der Zahl!) sind am bekanntesten die Angst vor Tieren, Höhenangst, Flugangst und Platzangst.
Unter den Angstneurosen versteht man Panikattacken und Zwangsstörungen (z.B. Putzzwang).
Wie funktioniert der Mechanismus der Angst?
* Zunächst nimmt man sie wahr
* dann kommt der Gedanke (oh Mann... ich schaff es nicht...)
Anmerkung dazu: Wenn ich wirklich überzeugt bin es nicht zu schaffen, warum tue ich mir die Prüfung überhaupt an? Ich schaffe es ja sowieso nicht... STOP! STOP! Dieser Gedanke mündet in die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung. Also, Gedanken: STOP!
* dann kommt die Angst (sichtbares Verhalten) durch Hormonausschüttung
* dann die physiologische Veränderung wie Herzrasen, hochroter Kopf
* dann die körperlichen Symptome wie Zitterfuß
Man kann übrigens an jedem Punkt diesen Kreislauf unterbrechen!
Wie gehe ich mit meiner Prüfungsangst um?
Die Prüfungsangst ist ganz normal und muss sein. Eine bestimmte Anspannung gehört zu jeder Prüfung, sonst kann es passieren, dass man die Sache zu leicht angeht. Wichtig ist nicht von außen zu viel Druck entstehen zu lassen.
- nur den Personen bescheid sagen, die dies unbedingt wissen müssen. Je weniger desto besser. Bei einem möglichen Misserfolg wird der Erklärungsbedarf geringer.
- Nicht zu wichtig nehmen. Es ist nur ein Teil unseres Lebens und entscheidet nicht über das Sein der Person oder das Leben.
- Das »nicht durchfallen dürfen«: Diese Einstellung ist kontraproduktiv. Welcher Steinzeitjäger lies sich schon gerne aufessen? Ich gebe mein bestes und mehr kann ich sowieso nicht tun. Wenn der Säbelzahntiger schneller war, Pech gehabt.
- Glück - gehört auch dazu!!
Gestalten Sie sich eine positive Vorstellung von der Prüfungssituation
Ebenso wie mit unseren Einstellungen beeinflussen wir mit unseren Phantasien und Vorstellungsbildern unsere Gefühlsreaktionen. Wenn du sich deine Prüfungssituation in den düstersten Farben ausmalen, sich hilflos auf dem Kuli kauend vor dem leeren Papier sitzend oder stotternd vor dem Prüfer sehen, dann musst du Angst empfinden. Du kannst bewußt eine alternative Vorstellung dagegensetzen und dich darin üben, mit der Angst in der Prüfungssituation umzugehen: Stelle dir hierzu möglichst eine lebendig Prüfungssituation vor, den Raum, die Sitzordnung, die anwesenden Personen etc. Stelle dir dann vor, wie deine Angstgefühle auftauchen und du damit umgehen kannst.Sage dir: "Bleib ruhig. Du hast dich gut vorbereitet. Niemand will dir schaden. Deine Angst wird vorübergehen. Konzentriere dich auf die Fragen. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, ist das keine Katastrophe. Bleibe ruhig, atme tief. Du kannst die Situation bewältigen". Wichtig ist, daß du dir ausmalst, wie du deinen Körper wieder beruhigen und deine Fassung gewinnen können, auch wenn die Angst auftaucht. Wiederhole diese positiven Vorstellungen, wann immer die "Katastrophenphantasien" auftauchen.
Bringe deinen Körper in einen entspannten Zustand!
Angst macht sich in einer Umstellung des vegetativen Nervensystems und in einer Veränderung der Muskelanspannung bemerkbar. Ferner kommt es zu einer Beschleunigung des Atemrhythmus und zu einem flachen Atmen im oberen Brustbereich. Dies wiederum kann zu Symptomen wie Benommenheit, Schwindel, Herzklopfen, Konzentrationsstörungen führen. Auch hier kannst du wieder gezielte Strategien einsetzen. Sofern du bisher kein Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung erlernt hast, möchte ich dir hier eine einfache, aber effektive Methode vorschlagen: die Bauchatmung: Legen Sie Ihre Hand flach 2 cm unterhalb des Nabels auf die Bauchdecke. Atme tief ein und stelle dir vor, wie der Atem langsam bis hinunter zu Ihrer Hand fließt und schließlich Ihre Hand hochatmet. Dann stelle dir vor, wie der Atem langsam wieder über den Brustraum zurück über die Nase nach außen entweicht, und konzentriere dich darauf, wie die Hand wieder nach unten sinkt. Wiederhole diese Technik mehrere Minuten bzw. solange, bis du deutlich entspannter und ruhiger bist. Du kannst diese Übung vor dem Einschlafen am Abend, beim Warten vor dem Prüfungszimmer oder vielleicht sogar in den Pausen während der Prüfung einsetzen. Die Übung hat den Vorteil, daß sie schnell funktioniert, kein Training benötigt. Sie basiert auf dem Prinzip, daß die Sauerstoffzufuhr reduziert wird und Sie dadurch weniger Energie zur Anspannung erhalten.
Anna-Nina - 22. Feb, 09:15

Gute Idee